Medingen


Kloster Medingen

Die Besonderheit der Gartenanlage des Klosters Medingen sind die sogenannten „Damengärten“, die in die Gesamtkonzeption integriert wurden. Diese sind nach dem großen Brand von 1781 entwickelt worden. Von den 25 „Damengärten“ werden heute noch 13 bewirtschaftet, im Bemühen, die alte Struktur wieder herzustellen. Sie öffnen zum Internationalen Museumstag und zum Tag des Denkmals. Dem Geschmack der Zeit entsprechend, die Landschaftsgärten waren im Kommen, entstand an Stelle des alten Klostergartens eine schlossparkähnliche Anlage, die auch heute noch in ihren Strukturen erhalten ist. Das klassizistische Hauptgebäude ist in der so genannten H-Form gebaut.
In der Bepflanzung ging es um Solitärpflanzen und Bäume, um Mannigfaltigkeit, Abwechslung und Kontraste mit Ausstattungselementen. Auffällig ist, dass die Bepflanzung – entsprechend der Mode der 2. Hälfte des 19. Jhs. – mit „Exoten“ aus Amerika, Kanada und Asien durchsetzt ist: Amerikanische Gleditschie, Amberbaum, Kanadische Hemlocktanne, Apfel- und Birnenquitten sowie Türkenkirsche. Sie zeichnen sich durch eine schöne herbstfärbung, besonderer Rinde und interessanten Wuchsformen aus. Der Teil der Gärten, die nicht mehr bewirtschaftet werden, lassen auch als Obstwiese durch Kenntlichmachung der alten Abmessungen die damaligen Parzellenstrukturen erkennen.
Von den ehemals gotischen Gebäuden aus dem 14. Jahrhundert blieb nur das Brauhaus aus der zisterziensischen Zeit erhalten. Dieses bildet nun einen reizvollen Kontrast zu dem im frühklassizistischen Stil erbauten Dreiflügelanlage
Bei den Gärten der Konventualinnen, den Damengärten, legte man zunehmend Wert auf Verschönerung und nicht nur auf den Nutzen. Wenn früher die Einteilung zu je einem Drittel Gemüse- und Blumenbeeten sowie Rasenflächen vorherrschte, sind es heute fast ausschließlich Blumenrabatten und Rosen.

 

Kloster Medingen
Klosterweg 1
29549 Medingen

Tel.: 05821/2286
Führungen ab 14:30 Uhr, halbstündig 16:30 Uhr

Offene Gartenpforte
24. und 25. Juni
2. und 3. September